Wir haben Oliver Bade zum kurzen Interview gebeten – über Energie, Genehmigungen, Dänemark und das Dorfleben. Herausgekommen ist ein Gespräch, das zeigt: Energiewende hat viel mit Menschen zu tun.
Olli, seit wann bist du Teil der BST‑Familie? Ich bin 2018 bei Biogas Service Tarmstedt eingestiegen. Das war eine spannende Zeit, weil man sehr nah am Tagesgeschäft war. Diese Jahre haben mich geprägt und bilden bis heute die Basis für das, was wir bei BST Innova und jetzt auch bei PowerWerker tun: praxisnah handeln.
Du bist auf einem landwirtschaftlichen Betrieb groß geworden. Hilft dir das heute? Absolut. Wenn du mit fünf Uhr Kühe melken groß geworden bist, weißt du, was Arbeit ist – und du lernst, Probleme praktisch anzugehen. Und man versteht die Menschen, mit denen wir heute zu tun haben. Das macht vieles einfacher.
Was treibt dich in deinem Job an? Ich mag es, wenn Projekte Fahrt aufnehmen. Wenn wir Ordnung in komplexe Genehmigungen bringen, technische Lösungen entwickeln oder ein Kunde plötzlich merkt: „Okay, das funktioniert doch!“ Es ist manchmal chaotisch, aber genau das macht es interessant.
Was sind aktuell die Themen, die deine Arbeit bestimmen? Ganz klar: Energiespeicher – ohne die wird die Energiewende nicht funktionieren. Dazu kommen Flexibilisierungen, energetische Gesamtkonzepte und das Zusammenspiel aus Technik, Behörden und Wirtschaftlichkeit. Die Anforderungen steigen, aber das macht die Arbeit abwechslungsreich.
BST Innova gibt es seit 2018 – was war damals die Idee dahinter? Damals gab es für viele Biogasanlagenbetreiber kaum unabhängige Ansprechpartner, wenn es um Genehmigungsplanung oder technische Konzepte ging. Mit BST Innova wollten wir ein Ingenieurbüro schaffen, das beides vereint: Verständnis der landwirtschaftlichen Praxis und fachliche Expertise.
Was schätzt du besonders an der Branche? Die Zusammenarbeit. Unsere Kunden, die landwirtschaftlichen Betriebe, die Netzwerke – auch Verbände wie der Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen | Bremen e.V. – das ist alles sehr kollegial. Da packen viele einfach mit an. Und auch wenn es mal Gegenwind gibt, rauft man sich immer wieder zusammen.
Du bist seit 2025 auch Geschäftsführer bei PowerWerker. Wieso dieser Schritt? PowerWerker GmbH ist für mich eine logische Ergänzung. Großspeicher sind der Schlüssel für Flexibilität, Netzstabilität und regionale Versorgung. In diesem Joint Venture von Biogas Service Tarmstedt GmbH und FAVEOS SE mit Dr. Holger Schmitz bündeln wir unser Know‑how aus Engineering und Projektmanagement.
Und wenn du mal nicht über Speicher und Genehmigungen nachdenkst? Dann bin ich mit meiner Familie unterwegs. Wir fahren super gerne nach Dänemark – Ruhe, Strand, Wind, das ist für uns perfekt. Und als Dorfjunge brauche ich nicht viel: frische Luft, Natur, gute Gespräche. Das reicht.